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Hattenheimer Burgverein



Über uns

In den vergangenen Jahren spielte sich direkt vor unseren Augen, in unserer heutigen hektischen Zeit richtig ein kleines Märchen ab. Da gab es nämlich einst in einem "verschlafenen" Rheingauörtchen eine völlig verwahrloste und verfallene Burg, die eine Gruppe Bürger aus diesem Zustand "weckten" und in tausenden ehrenamtlichen und vor allem sprichwörtlichen Arbeitsstunden zu einem der schönsten Schmuckstücke des Rheingaus machten. Das Märchen ist wirklich wahr und erzählt von dem beispielhaften Wirken des Hattenheimer "Burg- und Verschönerungsvereins" an der Hattenheimer Burg.

1966 gründete sich ein Hattenheimer Verkehrs- und Verschönerungsverein aus dem vier Jahre zuvor ins Leben gerufenen und gerade mal 20 Mitglieder starken Gewerbeverein. Der Hattenheimer Geschäftsmann Heinrich Gerhard hatte die Gründung angeregt, da er das "verschlafene" Hattenheim aus dem "Dornröschenschlaf" wecken wollte. Im November 1966 gab es eine erste Versammlung des neuen Verkehrs- und Verschönerungsvereines und die Hattenheimer kamen zahlreicher als erwartet. Gleich 50 Mitglieder traten dem Verein bei und zeigten für die angekündigten Ziele großes Interesse. Im Mittelpunkt sollte neben der Verschönerung des Ortes und verstärkter Werbung für Hattenheim ein Weinfest stehen, das der Verein ins Leben rufen wollte.

Im August 1967 war es dann bereits soweit und der Hattenheimer Verkehrs- und Verschönerungsverein veranstaltete sein erstes Fest. Zahlreiche Sitzungen brauchte man für die Planung. Festwein wurde von Hattenheimer Winzern gekauft und mit ehrenamtlicher Hilfe ein großes Festzelt am Rheinufer aufgestellt. Das erste Hattenheimer Weinfest wurde, wenn auch vom Hochwasser bedroht, ein Erfolg, an dem auch die Ortsvereine, die damalige Gemeindeverwaltung, die Hattenheimer Weinkönigin und viele freiwillige Helfer teil hatten. Jahr für Jahr wurde nun das "Hattenheimer Weinfest" im Zelt am Rhein veranstaltet und viele vergnügte Stunden gefeiert.

Neben dem erfolgreich ins Leben gerufenen Fest gab es noch eine Reihe anderer Projekte, mit denen der Verkehrs-und Verschönerungsverein die "verschlafene Prinzessin Hattenheim wachküsste". Reklametafeln wurden aufgestellt und Ortsprospekte gedruckt. Das Dorfbild verschönerte man mit aufgestellten Bänken und die Hattenheimer Winzer unterstützte man tatkräftig und finanziell bei der Einrichtung der Weinprobierfässer am Rheinufer.

Doch damit hatte der Verkehrs- und Verschönerungsverein seine Arbeit noch lange nicht beendet.

Am 3. Januar 1979 besichtigten die Vereinsmitglieder die verfallene Hattenheimer Burg. Geplant war, das nächste Hattenheimer Weinfest in diesen historischen Gemäuern zu feiern. Die meisten Mitglieder glaubten allerdings, dass dies nicht möglich sei. Berge von Schutt türmten sich hier auf, dazu kam die gefährdete Bausubstanz, in der seit 1711 niemand mehr gewohnt hatte. Man habe damals wenig Hoffnung gehabt, diese Probleme zu bewältigen, erinnert sich der damalige stellvertretende Vorsitzende Günter Helm. Doch der damalige Vereinsvorsitzende, der verstorbene Adolf Horne und sein ebenfalls schon verstorbener Stellvertreter, Georg Kirsch, ließen sich nicht beirren. Die Vereinsführer sind verantwortlich gewesen, dass die völlig verfallene Burgruine restauriert, renoviert und schließlich zu einem bedeutsamen Kulturdenkmal mit einmaligem "Bürgerhaus-Charakter" ausgebaut wurde.

Der Verein schloss einen Erbpachtvertrag mit den heutigen Besitzern des einstigen Wohnturmes der "Herren von Hattenheim", der Familie Langwerth von Simmern und bis August 1979 waren die Aufräum- und Bauarbeiten zunächst tatsächlich soweit fortgeschritten, dass das Weinfest als 1. Hattenheimer Burg- und Winzerfest in dem historischen Gemäuer gefeiert werden konnte. Seit dem fand das Fest jedes Jahr bis 2008 in der Burg statt. Und in diesen Jahren bauten die Mitglieder und Helfer des jetzigen Burg- und Verschönerungsverein e.V. den Wohnturm aus dem 11. Jahrhundert zu einem wahren Schmuckkästchen des Rheingaus aus. In vielen Tausend ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden wurde die Ruine erneuert, ein Kellerraum geschaffen, der heute als städtischer Jugendraum genutzt wird, ein rustikaler Festsaal im Parterre der Burg und ein edler Saal im Obergeschoss ausgebaut.

Die Mauer mit dem gebogenen Hoftor wurde erneuert, eine Tanzfläche geschaffen, romantische, überdachte, Innenhöfe eingerichtet und das Entree mit Pflastersteinen versehen. Auch wurde das Fachwerk der angrenzenden Nebengebäude restauriert.

Von allen Seiten wurde die beispiellose Arbeit des Hattenheimer Burg- und Verschönerungsverein hochgelobt. In eigener Regie und mit wenigen finanziellen Unterstützungen hat der Verein ein Kulturdenkmal erhalten und der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht. Denn die behutsam renovierte Burg kann für festliche Zwecke vom Burg- und Verschönerungsverein angemietet werden.

Regelmäßig veranstaltet der Verein im Juni seine Straußwirtschaft in der Burg und im September das Kartoffelfest. Auch trifft man sich am Samstag vor dem 1. Advent zum Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken.

Die großen Ausbauarbeiten in der Burg waren mittlerweile zwar beendet aber ein nächstes Ziel ist der Ausbau und die Renovierung des 2. Obergeschosses.

Der Verein konzentriert sich jetzt aber vor allem auf die Unterhaltung der Burg. Dazu gehören alltägliche Unterhaltungsarbeiten, kleinere Ausbauten und Renovierungsarbeiten sowie Detailverschönerung. Nach über 30 Jahren sind in vielen Bereichen der Burg Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen notwendig geworden.

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